Die kurze Antwort. Wenn Ihre Seite etwas zeigen soll, reicht ein Baukasten. Wenn sie etwas tun soll, wird er teurer als eine eigene Umsetzung. Die lange Antwort steht hier, samt der Fälle, in denen ich Ihnen vom Selberbauenlassen abrate.
Wofür ein Baukasten völlig ausreicht
Wix, Jimdo, Squarespace und WordPress mit gekauftem Theme sind keine schlechten Werkzeuge. Sie lösen einen echten Fall, und wenn Ihrer dazugehört, sollten Sie kein Geld für Entwicklung ausgeben:
Eine Visitenkarte im Netz, die zeigt, wer Sie sind, was Sie anbieten und wie man Sie erreicht.
Inhalte, die sich selten ändern und in Text, Bild und Kontaktformular passen.
Ein enges Budget und ein Termin nächste Woche.
Ein Vorhaben, von dem Sie noch nicht wissen, ob es in einem Jahr noch besteht. Zum Ausprobieren ist Mieten günstiger als Bauen.
Trifft das auf Sie zu, ist die Sache entschieden. Sie brauchen mich dafür nicht, und ich würde Ihnen nichts anderes verkaufen.
Wo der Baukasten teuer wird
Der Bruch kommt selten am ersten Tag. Er kommt in dem Moment, in dem etwas gefordert wird, das im Raster nicht vorgesehen ist. Vier Muster sehe ich immer wieder:
Ihre Abläufe passen nicht ins Raster
Sobald ein Formular mehr tun soll, als eine E-Mail zu verschicken, etwa in ein Warenwirtschaftssystem schreiben, eine Verfügbarkeit prüfen oder eine Freigabe auslösen, beginnt das Anbauen. Was dabei entsteht, sind Plugins, Zapier-Ketten und eingebettete Fremdsysteme, die jedes für sich funktionieren. Fällt eines davon aus, ist niemand zuständig. Der Baukasten verweist auf das Plugin, das Plugin auf den Dienst dahinter, und Sie sitzen dazwischen.
Sie zahlen für Reichweite, die Sie nicht brauchen
Baukästen sind für Zehntausende Kunden gleichzeitig gebaut. Der Preis dafür ist Ballast: Skripte, Layoutschichten und Funktionen, die Ihre Seite mitlädt, ohne sie zu nutzen. Das kostet Ladezeit, und Ladezeit kostet Platzierung in der Suche und Besucher auf dem Handy.
Die Miete endet nie und steigt
Ein Baukasten ist ein Abo. Die Rechnung läuft weiter, solange die Seite steht, und wird über die Jahre eher größer als kleiner. Eine eigene Umsetzung ist eine einmalige Investition plus Hosting und Wartung, und die Wartung können Sie jederzeit selbst übernehmen.
Der Umzug ist der eigentliche Preis
Beim Wechsel bekommen Sie im besten Fall Ihre Texte und Bilder zurück. Struktur, Formularlogik, Weiterleitungen und alles, was Sie im Baukasten zusammengeklickt haben, bleiben dort. Wer nach drei Jahren wechselt, baut nicht um, sondern neu.
Was individuelle Entwicklung stattdessen heißt
Nicht „dasselbe, nur teurer". Der Unterschied liegt darin, dass die Struktur für Ihren Fall entsteht statt für einen Durchschnittsfall, in den Sie sich hineinfalten:
Struktur und Datenmodell entstehen für Ihren Fall, nicht für den Durchschnitt.
Es lädt, was gebraucht wird, und sonst nichts.
Schnittstellen zu Systemen, die Sie bereits einsetzen, sind vorgesehen statt drangeklebt.
Die Quellen gehören Ihnen, ein Betrieb bei mir ist ein Angebot und keine technische Fessel.
Wie das in der Praxis aussieht, steht bei den Leistungen und Referenzprojekten. Diese Website ist selbst ein Beispiel. Sie wird beim Build vorgerendert, baut genau eine Verbindung nach außen auf, und die geht auf meinen eigenen Server.
Häufige Fragen
Ist eine individuell entwickelte Website teurer als ein Baukasten?
In der Anschaffung meistens ja, über die Laufzeit oft nicht. Ein Baukasten kostet monatlich weiter, und zwar dauerhaft. Eine eigene Umsetzung ist eine einmalige Investition, danach bleiben Hosting und Wartung. Wo der Punkt liegt, an dem sich das dreht, hängt am Funktionsumfang. Bei einer reinen Visitenkarte kommt er nie, bei einem Portal mit Login nach wenigen Jahren.
Kann ich meine Inhalte später selbst pflegen?
Ja. Wenn Inhalte regelmäßig wechseln, bekommt die Seite eine Redaktionsoberfläche, in der Sie Texte, Bilder und Seiten selbst ändern. Was dort bearbeitbar ist, legen wir vorher gemeinsam fest, statt Ihnen ein System hinzustellen, in dem sich das Layout versehentlich zerlegen lässt.
Ich habe schon eine Baukasten-Seite. Muss ich bei null anfangen?
Nein. Texte, Bilder und Ihre Domain wandern mit, ebenso die bestehenden Adressen. Alte URLs werden weitergeleitet, damit die Platzierungen in der Suche nicht verloren gehen. Neu gebaut werden Struktur und Technik, nicht Ihr Inhalt.
Woran erkenne ich vorher, was ich brauche?
An einer Frage: Muss die Seite etwas tun, oder muss sie etwas zeigen? Zeigen kann ein Baukasten. Sobald sie etwas tun soll, das über das Versenden eines Formulars hinausgeht, lohnt sich das Gespräch. Wenn ein Baukasten für Ihr Vorhaben ausreicht, sage ich Ihnen das auch.
Unsicher, was in Ihrem Fall passt?
Beschreiben Sie Ihren Fall in zwei, drei Sätzen. Sie erhalten eine klare Einschätzung, auch wenn die lautet, dass ein Baukasten genügt.